Es wird Sommer, bzw ist Sommer... Und da meine Schwester (im Folgenden Doktor N genannt :-) - Glückwunsch nochmal!!!!) ja schon immer mal ein Bildchen von meinen unfreiwilligen Mitbewohnern haben wollte...
Und, ich habe lange keine Geschichte mehr zu diesen lieben Tierchen erzählt. Das wird nun nachgeholt! :-)
Hier die letzten Highlights:
Geschichte eins:
Man stelle sich vor: Es ist ein wunderschöner Sommermorgen in Atlanta. Das Gezwitscher der Vögel weckt mich auf - ich liege in meinem Zimmer, gebettet auf zwei Matratzen (billiger als ein Bett und wer braucht das schon?! :-) ) , ein Sonnenstrahl zwängt sich durch die Jalousien und scheint zu rufen: "Silke. es ist Zeit zum Aufstehen!". Nun gut, langsam recke ich mich, gucke an meiner Decke herunter.... "Hm - da ist es etwas schwarzes auf meinem Bett. Was kann das denn sein..." - denke ich verwundert. "Flecken sind hier keine drauf...".... "Oh, es bewegt sich...." .... "Oh nein!!!!! Bitte lass es einen normalen Käfer sein!!!!" bete ich noch, setze mich auf.... und schreie wie am Spieß! Willkommen in meinem Bett, Kakerlake....
Daraufhin freute ich mich um so mehr, als mir hier von meiner "Flugzeugfamilie" ein Bett geschenkt wurde (das senkt die Wahrscheinlichkeit, mit so einem Tierchen im Bett aufzuwachen um einiges) und eine Woche später (nach Geschichte zwei) die Kammerjäger vorbeischauten.... :-) - übrigens unnätig zu erwähnen, dass das ganze zwei Tage vor meinem ersten Prelim stattfand, wo meine Nerven ohnehin nicht die besten waren. Wollte das Tierchen mir Glück wünschen?! Mann weiß es nicht... Ansonsten: "Frechheit!!!! Will sich mit mir ein Bett teilen und hat sich noch nicht mal bei mir vorgstellt!!!" Rafals Antwort: "Get a boyfriend!" Danke für den Tipp...
Geschichte zwei:
In den letzten beiden Wochen war ich alleine zu hause, da Emily zu ihrer Familie gefahren ist. Nun gut, da bete ich Anti-Käfer-Mensch ja ohnehin schon, dass ich bitte nicht so ein Tierchen in der Zeit zu hause habe. Die ersten Tage ging auch alles ganz gut. Bis eines abends.... Ich komme aus meinem Zimmer... trete in den Flur... und sehe einen schwarzen Fleck am Boden. "Oh NEIN!!!" Noch bevor ich das Licht anmache, weiß ich es: "Cockroach!". Super! Also, was macht man standes- und altersgemäß? Erste Reaktion: Ich schreie wie verrückt. Ja, macht Sinn, wenn niemand da ist. Vielleicht hält die Kakerlake es aber auch für Kampfgeschrei und denkt sich "Oi, da will mir einer ans Leder. Das ist nicht gut. Da hüpfe ich doch lieber gleich freiwillig ins Klo und betätige am besten auch noch gleich selbst die Spülung - das wird mir sehr viele Schmerzen ersparen." Nun ja, diese Kakerlake schien das nicht zu denken. Im Gegenteil, sie krabbelte fröhlich und ausgelassen auf mich zu. Nun die zweite sinnvolle Reaktion. Emily in Virginia anrufen! Na, zumindest hatte sie ihren Spaß... Bei der Aktion "Hole ein Glas von unten und fange das Vieh ein" ist das Viech leider erst mal verschwunden. Schade, wollte nicht auf mich warten. Nun gut - Emily versuchte mich am Telefon daraufhin verzweifelt (oder lachend?!) davon zu überzeugen, dass die liebe Kakerlake bestimmt in ihr Zimmer gekrabbelt ist - da war sie ja schon praktisch, als ich nach unten gegangen bin. Hm - na gut. Zimmerdurchsuchung blieb erfolglos. Und: das Tier passt ja unter so einer Tür durch. Hier also der Plan, wie ich dennoch schlafen kann: Schließe Emilys Zimmertür und lege unten ein Handtuch vor die Tür, dann ist die Kakerlake in ihrem Zimmer eingesperrt. Gut, na dann kann man ja das Telefonnot erst mal beenden. Also ab ins Bad Handtuch holen. Und, was sehe ich da, als ich im Bad bin. Eine (? die selbe ?) Riesen-Gigantische-Monsterkakerlake über mir an der Wand krabbeln. Logischerweise folgte wieder mein Kakerlakenkampfgeschrei! (Tja, konnten unsere ANchbarn eben auch nicht schlafen...) Lustig - Emilys nächster Rat aus Virginia - nachdem ich sie logischerweise wieder angerufen habe und berichtet habe, dass diese Kakerlake definitiov zu groß für das Glas ist (ehrlich - die war riiiiiesig!!!!) - "Call Rafal." Na gut, ein wenigh peinlich, aber nachdem ich auf einmal das Tier fliegen sah (ein dritter Schrei folgte), sah ich keinen anderen Ausweg. Rafal hatte aber nun (unverständlicherweise) des nachts so gar keine Lust zu mir zu kommen und das Tier zu erledigen. Er schlug mir nur vor es ein wneig zu jagen und "dann würde es schon verschwinden". Genau! Für wie blöd hält der mich?! In einem geschlossenen Raum kann es wohl kaum verschwinden... Also keime Hilfe... Bleibt nur noch eins! Deutschland nachts aus dem Bett klingeln: "Mama!!!! Ich habe eine riiiiiieeesige fliegende Kakerlake im Bad!!!!!" (Ja, aus Deutschland kann mir da bestimmt auch geholfen werden......) Nun gut... die Jagd (oder eher das entsetzt die Badetür anstarren) ging weiter... Und dann... verdammt! Wo ist das Vieh?! Bestimmt hinterm Duschvorhang. Das ist nicht gut! Nun ja - ich wusset mir zu helfen, das Tier wieder sichtbar zu machen, ohne dabei das BAd betreten zu müssen. Man nehme einfach ein langes objekt in der Nähe (=Notenständer) und rüttle ein wenig am Vorhang.... Und siehe da, da war das Tier wieder... Nein, geschrumpft war es nicht... Nach einiger Zeit tat mir dasd Tier aber einen Gefallen: Es krabbelte in die Badewanne, wo es dann einen Ertrinkungs- und Verbrennungstod sterben durfte...

Leider nicht gut zu sehen: Kakerlake in der Wanne... Deutlich geschrumpft allerdings. Die schrumpfen also, wenn man sie kocht... Und unter heiß Wasser laufen sie auch irgendwann rot und weiß an...

Da verabschiedet das Tier sich und darf gleich durch die Kanalisation...


Nun gut...
Geschichte drei:
Heute morgen:
Emily war zuerst im Bad - ich gehe rein. Alles gut so weit. Stelle die Dusche an - bevor ich reingehe - man lernt irgendwann dazu, dass es keinen Spaß macht, kaltes Wasser auf den Kopf zu bekommen - immer noch alles gut. Ich gehe unter die Dusche, will mir Shampoo nehmen - und schreie!!! Denn was sehe ich da zu meinem Füßen?! Wieder so ein gigantisches Kakerlakentier! Fand Emily dann auch nicht so toll, die Vorstellung, dass sie da gerade vor mir mit dem Tierchen geduscht hat. Da auch Emily dieses (gar nicht langsame trotz Gift im Haus) großes Vieh einfangen konnte (auch nicht mit einer Schüssel) - durfte auch diese Kakerlake ein wenig verbrannt werden in der Badewanne...
So, und nun muss ich den Kammerjäger gleich noch mal anrufen... Was ist es schön im Süden! :-)